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Hunsrück - starke Natur, starke Heimat PDF Drucken E-Mail

Der südwestliche Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist von Koblenz aus über die Hunsrückhöhenstraße erreichbar. Wer sich von der Mosel oder dem Rhein her nähert, ist schnell versucht in den romantischen Tälern zu verweilen, die sich vor dem Auge auftun. Hunsrück – der Klang des Namens verbindet sich unwiderruflich mit der Geschichte des Schinderhannes, der im Hunsrück sein Unwesen trieb und dessen wildes Räuberleben auf der Guillotine endete. Und der doch weiterlebt in den alten Geschichten von Diebstahl, Mord und Totschlag und auf dem „Schinderhannes-Radweg“ zwischen Emmelshausen und Simmern. Immer wieder scheint sich der Besucher auf den Spuren desjenigen zu bewegen, dem trotz allem auch der Ruf eines Robin Hood des Hunrücks anhaftet.

Zu Räubergeschichten gehören Edelsteine und auch die hat der Hunsrück zu bieten. Die Edelsteinstraße und Idar Oberstein als Zentrum der Achatschleiferei locken vor allem Mineraliensammler. Und mit ein bisschen Glück finden sich auch heute noch Bruchstücke von Achaten auf den umliegenden Feldern.

Der Ausonius Wanderweg folgt den Spuren der Römer. Er führt auf einer Strecke von ca. 125 km in sechs Etappen über den Hunsrück von Bingen bis nach Trier. Sein Namensgeber war der römische Professor, Rhetor und Dichter Decimus Magnus Ausonius.

Auch der „Jäger aus Kurpfalz“ gehört zu den bekannten Gestalten des Hunsrücks. Sein Forsthaus steht noch heute im Soonwald, der zugleich als Heimat der gleichnamigen Filmtrilogie des Regisseurs Edgar Reitz diente. Gedreht Anfang der 80er Jahre, erzählt der Film von Liebe, Tod und deutscher Geschichte.

Über Rhein und Mosel erhebt sich Kastellaun mit seiner mittelalterlichen Burgruine. Die Stadt lockt mit außergewöhnlichen Attraktionen wie dem makabren Spektakel einer Kerkermahlzeit im historischen Burgkeller. Eine Burgbesichtigung der etwas schaurigen Art lässt sich in Begleitung des Nachtwächters zu später Stunde erleben.

Die Hauptstadt des Weines liegt am Oberen Mittelrhein und heißt Boppard. Neben zahlreichen Gartenwirtschaften, die nicht zur Weinverköstigung einladen, bietet Boppard mit dem Mittelrhein Klettersteig eine besondere Attraktion für anspruchsvolle Wander- und Klettertouren. Auf einer Länge von über 107 Kilometern wurden 10 Leitern und 130 Trittbügel neben 180 Metern Drahtseil montiert. Elf Kletterpassagen machen den Reiz dieser Strecke aus. Eine Alternative zu schwierigen Stellen bietet ein Wanderpfad.

Wer’s weniger anstrengend mag, fährt mit der Hunsrückbahn quer durch den Stadtwald, über zwei Viadukte und durch eine der reizvollsten Gebirgslandschaften mit traumhaften Ausblicken. Und das seit 100 Jahren.

Sagen- und märchenhaft präsentiert sich der Hunsrück. In der Vorweihnachtszeit bezaubern Krippenspiele und Lichterglanz auf Christkindl Märkten vor mittelalterlicher Kulisse. Eine große Auswahl an Hotels und Ferienwohnungen bietet Besuchern zu allen Jahreszeiten "Heimat" für einen naturnahen Wohlfühl-Urlaub.

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