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Hoher Westerwald - Mittelgebirge mit ausgedehnten Wäldern

In der Mittelgebirgslandschaft des Hohen Westerwaldes im Nordosten von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen unmittelbar benachbart, liegt das Verbandsgemeindegebiet Rennerod mit seinen 23 Ortsgemeinden. Sein Mittelpunkt ist die Stadt Rennerod (ca. 4.200 Einwohner), Sitz der Verwaltung und zentraler Versorgungsort der Verbandsgemeinde. Von ausgedehnten Wäldern umgeben, liegt die Stadt windgeschützt in dem nach Süden sich neigenden Tal des Holzbachs, am Schnittpunkt der Bundesstraßen 54 und 255. Die Siedlungszelle wird in einer Urkunde von 1217 als Rennderode genannt. 1362 wurde hier eine Kapelle zu Ehren von St. Maria von Hubrecht errichtet; 1444 tagte hier ein Zehntgericht, 1552 ein Landgericht.

Rennerod wurde Nachfolgeort für das Stuhllindengericht; das spätere Amt übernahm den Namen "Stuhlgebiet", dessen Amtssitz sich seit 1775 in Rennerod befand. Nach dem Übergang von Nassau-Oranien an das Großherzogtum Berg (1806-13) und an das Herzogtum Nassau (1815) blieb Rennerod weiterhin Amtssitz; ein Verwaltungsedikt von 1816 erweiterte den Amtsbezirk auf 33 Ortschaften (1866 aufgelöst). Das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde deckt sich zum Teil mit dem alten Amtsbezirk Rennerod.

Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts war die Wirtschaftsstruktur Rennerods überwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Erst Ende der fünfziger Jahre bahnte sich ein Strukturwandel an, als sich hier, begünstigt durch die Verkehrslage, Industriebetriebe niederließen; zur Steigerung der Wirtschaftskraft trug auch die Einrichtung einer Bundeswehrgarnison 1968 bei. Die Einwohnerzahl Rennerods hatte sich nach etwa einem Jahrhundert verdoppelt; nach der Eingemeindung von Emmerichenhain (1969) zählte die im Jahr 1971 zur Stadt erhobene Gemeinde 3.550 Einwohner. Die heutige Verbandsgemeinde Rennerod (seit 1972) umfaßt auf einer Fläche von 133 qkm 23 Ortschaften mit insgesamt rd. 18.120 Einwohnern.

Neben der Erstellung von neuen kommunalen Einrichtungen, der Erweiterung oder Verbesserung der Infrastruktur hat sich die Verbandsgemeinde besonders der Förderung ihrer Bildungseinrichtungen angenommen. Das Schulzentrum (Hauptschule, Realschule und Orientierungsstufe zum Gymnasium) wurde 1973 vollendet und 1996 erweitert. Mit der Westerwaldhalle (1.200 Sitzplätze) wurde ein zentraler Mehrzweckbau für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen aller Art geschaffen.

Rennerod in Zahlen, Daten, Fakten

> Statistisches Landesamt

Adresse
Hauptstraße 55
56477 Rennerod
Ansprechpartner
Bürgermeister Werner Daum
Telefon
(02664) 5067-0
368