Dort wo bei Koblenz die Mosel in den Rhein fließt, liegt eine Landzunge, das Deutsche Eck. Dort entdecken Sie auch Kaiser Wilhelm hoch zu Ross. Seit 1897 steht hier das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I., eingeweiht im Beisein seines Enkels Kaiser Wilhelm II. Dieser war es auch, der sich für Koblenz und das Deutsche Eck als Standort entschied. Einerseits weil sein Großvater einen perönlichen Bezug zu Koblenz hatte, da er dort von 1849 bis 1857 als Militärgouverneur lebte, andererseits weil die Stadt Koblenz auch eine starke Verbindung zum Haus Hohenzollern hatte.

Man entschied sich Kaiser Wilhelm hoch zu Ross zu präsentieren, da das Pferd als Sinnbild der außergwöhnlichen Herrscher galt. Das Denkmal des Kaisers ist 37 Meter hoch, wovon 14 Meter auf das Standbild entfallen. Der Kaiser trägt eine Generalsuniform und eine junge Frau trägt seine Krone. An der Front des Standbildes findet sich der Reichsadler, der Schlangen und Feinde bekämpft. Den oberen Teil des Sockels zieren zwei Verse des Gedichtes "Frühlingsgruß an das Vaterland".

Im zweiten Weltkrieg wurde das Standbild zerstört und nur noch Teile wurden wiedergefunden. So wird der Kopf des Kaisers heute im Mittelrhein Museum in Koblenz ausgestellt. 1953 ernannte Bundespräsident Theodor Heuss, den übriggebliebenen Sockel zum Mahnmal der deutschen Einheit. Seither prangen die Wappen der deutschen Länder auf ihm sowie die der ehemaligen Gebiete im Osten. Auf dem Sockel wehte die Deutschlandfahne.

Seit dem Fall der Mauer befinden sich drei Elemente derselben am Sockel des Standbildes und seit dem 3. Oktober 1990 befinden sich natürlich auch die Wappen der neuen Bundesländer am Sockel. Eine Nachbildung des Reiterstandbildes von Kaiser Wilhelm I. steht seit 1993 wieder auf dem Sockel und schaut auf die diversen Veranstaltungen, die am Deutschen Eck stattfinden, etwa verschiedene Konzerte oder Festivals, das Dampfspektakel oder der Mittelrhein Marathon.

Kategorie: PLZ 56 - Portrait