| Westerwald - zwischen Tradition und Tourismus |
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Kurzportrait des WesterwaldDass über den Höhen des Westerwaldes der Wind so kalt pfeift, ist nicht nur Inhalt des bekannten Westerwaldliedes, sondern meteorologisch erwiesen. Andere typische Eigenschaften wie z.B. die Sturheit der Westerwälder Basaltköpp gehören dagegen ins Reich der Sagen und Mythen. Wer sich dennoch dem Klischee des herben Westerwaldes nähern möchte, dem sei eine echte Perle deutscher Braukunst empfohlen: FOHR Pils aus Ransbach-Baumbach. Doch in Wahrheit hat der Westerwald viele Gesichter - geografisch, kulturell und wirtschaftlich. Nach wie vor sind der traditionelle Abbau und die Verarbeitung von Schiefer, Ton und Basalt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. So gehört Westerwälder Ton aufgrund seiner hohen Güte zu den begehrtesten Importprodukten bei italienischen Terrakotta-Manufakturen. Europas größter Hersteller von Tonpflanztöpfen, die Firma SPANG, jedoch produziert in Ransbach-Baumbach - mitten im Westerwälder Kannenbäckerland. Auch die Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen ist seinen Wurzeln treu geblieben und beheimat neben den bekannten Glasveredlern Rastal und Sahm den innovativen Fachbereich Keramik der FH Koblenz. Auf weniger traditionellem Wege hat Ralf Dommermuth aus Montabaur sein Glück aufgebaut. Er ist Gründer der weltweit erfolgreichen 1&1 Unternehmensgruppe. Westerwald GeografieDer Westerwald ist eines der bekanntesten deutschen Mittelgebirge und bildet den größten Teil der östlichen, rechtsrheinischen Seite des Rheinischen Schiefergebirges. Der Westerwald liegt südwestlich des Dreiländerecks Rheinland-Pfalz–Hessen–Nordrhein-Westfalen und zählt mit seinen ca. 3.000 km² zu den flächenmäßig größten Gebirgen Deutschlands. Begrenzt wird die Region von den Flüssen Rhein zwischen Koblenz und Linz, der Sieg bis Betzdorf, sowie der Dill und der Lahn bis Lahnstein. Höhenmäßig gliedert sich der Westerwald in die Regionen Hoher Westerwald, Oberer Westerwald sowie den Unterer bzw. Vorderwesterwald.
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